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MONO NO AWARE

Mit dem Laken verbinde ich Wärme, Geruch und Feuchtigkeit. Wir werden darauf geboren und sterben darauf. Leiden auf ihm, wenn wir krank, voller Schmerz und Kummer sind. Fühlen uns auf ihm geborgen, freuen und lieben uns. Im natürlichen Prozess der Veränderung hinterlassen wir Dinge mit unseren Spuren, und dennoch trachten wir danach, diese radikal aufzudecken und zu entfernen. Im Verständnis von „kintsugi“ entsteht das, was man als „schön“ bezeichnet, in der Regel aus der Praxis des täglichen Lebens heraus. Die Bewusstmachung und Wertschätzung der Vanitas im Zyklus des Lebens, des Entstehens und des Verschwindens zeigt, alles ist prozesshaft und somit nicht festhaltbar. Der Mensch sei „ in a constant state of flux, evolve from nothing and devolve back to nothing (Juniper 2003). Dessen Schönheit liegt in der Sublimität des Simplen, in der unaufgeregten Akzeptanz des Authentischen.

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